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TV-Ärzteserien wie beispielsweise «Grey’s Anatomy» wecken bei vielen Menschen das Interesse an Berufen in der Pflege. Angeblich soll es sogar vermehrt Leute geben, die sich für ein Medizinstudium einschreiben mit der Begründung, dass sie einst die neuen Dr. Shepherds oder Dr. Sloans werden wollen. Ist der Spitalalltag tatsächlich so abwechslungsreich und spannend wie in der Flimmerkiste? Geht es im «On-Call-Room» wirklich so heiss zu und her wie bei Meredith Grey, Alex Karev, Izzy Stevens, George O’Malley und ihren Kollegen?
Am einfachsten kann dies überprüft werden, wenn man den Spitalalltag selbst erlebt. Medizinische Berufe gibt es verschiedenste mit ganz unterschiedlichen Qualifikationsstufen. Das Spektrum reicht in den Spitälern vom Hilfspersonal zu Akademikern. Wer einen Beruf im Pflegebereich wählt, der setzt auf ein sicheres Pferd. Für Pflegeberufe wird es immer eine grosse Nachfrage geben, ja, sie wird in den nächsten Jahren aufgrund der demographischen Entwicklung sogar noch bedeutend zunehmen. Oftmals hört man zwar, dass diese Berufsgruppe unter einer hohen Arbeitsbelastung leidet, aber die Löhne seien eher überdurchschnittlich hoch.
Trotzdem hat es stets nur knapp ausreichend Interessenten. Die Vermutung liegt nahe, dass es eine spezielle persönliche Befriedigung sein muss, anderen Leuten zu helfen, ihnen vielleicht gar das Leben zu retten, sie in ihren Anliegen zu begleiten. Diese Emotionen transportieren die eingangs erwähnten TV-Ärzteserien sehr schön und werden deshalb von Spezialisten in diesem Bereich auch als ziemlich realitätsnah eingeschätzt. Selbstverständlich gibt es auch die andere Seite der Medaille. Wenn ein so genannter «Interner», ein Assistenzarzt beispielsweise, zum ersten Mal in seiner Karriere den Angehörigen eines Patienten mitteilen muss, dass er trotz aller Anstrengungen eine Operation nicht überlebt hat, so leidet man auch vor dem Bildschirm mit und überlegt sich, ob man selbst die Kraft hätte vor die Angehörigen hinzustehen und die traurige Nachricht zu überbringen.
Ein Arzt muss nicht nur das Handwerk perfekt beherrschen, er muss auch kommunikativ und psychologisch so einiges zu bieten haben. Zweifelsohne ein Beruf mit extrem hohen Anforderungen. Diese stellen sich allerdings auch den Angestellten im Pflegeberuf. Das diplomierte Pflegepersonal wird neuerdings durch Angehörige der Berufsgruppe FaGe unterstützt. Auch um als Fachangestellte/Fachangestellter Gesundheit angestellt zu werden, braucht es eine abgeschlossene dreijährige Fachausbildung.

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