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Radioaktiver Abfall sicher und nachhaltig entsorgt

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Die Atomkatastrophe im Japanischen Fukushima hat erneut gezeigt, wie zerstörerisch die Atomkraft sein kann. Dennoch ist sie überlebenswichtig für die meisten westlichen Industrienationen. In der Schweiz wird momentan beispielsweise rund 40% des Stroms aus atomarer Energie erzeugt. Bereits vor der Inbetriebnahme der ersten Schweizer Atomkraftwerke war bekannt, dass jedes Atomkraftwerk unweigerlich eine nicht unerhebliche Menge radioaktive Abfälle produziert. Trotz dieser Tatsache, hat das Schweizer Volk der Nutzung von Atomenergie zur Stromerzeugung zugestimmt. Zugleich hat das Stimmvolk die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle – kurz Nagra – im Jahre 1972 beauftragt, nach sicheren und nachhaltigen Lösungen zur Endlagerung von sogenanntem Atommüll zu forschen. Die Nagra ist also seit knapp vierzig Jahren auf der Suche nach Standortgebieten für geologische Tiefenlager, in welchen radioaktiver Abfall endgelagert werden könnte. Dabei hat die Nagra zahlreiche Bodenproben entnommen, die geologischen Profile verschiedener Regionen genauestens analysiert und Test-Bohrungen vorgenommen. Resultat der jahrzehntelangen Forschung sind verschiedene vorgeschlagene Standortgebiete für schwach- und mittelaktive sowie für hochaktive Abfälle.

Die Frage nach einer sicheren Endlagerung der radioaktiven Abfälle ist deshalb so entscheidend, weil die Substanzen noch jahrtausendelang radioaktive Strahlung abgeben und daher eine Bedrohung für Mensch, Tier und Natur darstellen. Bei schwach- und mittelaktiven Abfällen beträgt die Strahlungszeit rund 30'000 Jahre, während die Radioaktivität von verbrauchtem Uranbrennstoff erst nach rund 200'000 Jahren nicht mehr gesundheitsschädigend sein dürfte. Die Idee der geologischen Tiefenlager ist naheliegend: Die umliegenden Gesteine sollen die gefährliche Strahlung absorbieren, sodass radioaktive Stoffe weder in den Nährstoffkreislauf noch an die Erdoberfläche dringen.

Heute werden die radioaktiven Abfälle noch in einem Zwischenlager an der Erdoberfläche gelagert. Dass diese Lösung keineswegs optimal ist, scheint offensichtlich, doch bedürfte es erneut der Zustimmung der Bevölkerung, bevor ein erstes geologisches Endlager in der Schweiz in Betrieb genommen werden könnte.

Obwohl Atomkraftwerke nach der Tragödie in Japan auch hierzulande massiv in Kritik geraten sind, bleibt das Thema der sicheren Endlagerung aktuell: Selbst wenn Bund und Schweizer Volk einen Ausstieg aus der friedlichen Nutzung der Atomenergie beschliessen würden, so wäre dieser erst nach einer längeren Übergangsperiode möglich. Die Abfälle der vergangenen vierzig Jahre sowie die bis zur endgültigen Schliessung der AKWs anfallenden Abfälle aber müssten nach wie vor in eine sichere Endlagerung überführt werden.

 

 



www.nagra.ch

Kontakt
 

Nagra

Nationale Genossenschaft
für die Lagerung radioaktiver Abfälle
Hardstrasse 73
5430 Wettingen

Für Fragen:
+41 (0)56 437 11 11
oder info@nagra.ch




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